Laufende Projekte
© euroluftbild.de
Im Rahmen dieses Projekts wird eine wissenschaftliche Begleitung zur Entwicklung Klimabilanz-Tools für die Gemeinde St. Pölten (Niederösterreich) durchgeführt.
Projektlaufzeit: 12/2025 bis 06/2026
Auftragsforschungsprojekt, in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt St. Pölten, Fachbereich Stadtplanung
Über 40% der Österreicher:innen leben im ländlichen Raum. Als Wohn- und Wirtschaftsstandort gewinnen die ländlichen Regionen und Kleinstädte zunehmend an Bedeutung. Allerdings bedeutet Mobil sein am Land ein hohes Maß an Selbstorganisation, was sich in einer vergleichsweise hohen PKW-Affinität niederschlägt. Gleichzeitig birgt dieser Umstand großes Potenzial für innovative Mobilitätsangebote, die auf Teilen statt Besitzen setzen.
Als Regionales Mobilitätslabor für den ländlichen Raum knüpft das land.mobil:LAB an dieser Herausforderungen an. Verankert im Waldviertel (NÖ) setzt das LAB inhaltliche Schwerpunkte (u.a. im Bereich des Flex-ÖV) und begleitet Innovationsvorhaben auf dem Weg in die Umsetzung. Durch die Etablierung eines Mobilitätslabors, das sich auf ländliche Mobilität spezialisiert, bietet sich die besondere Gelegenheit, Mobilitätsinnovationen, die aus den spezifischen Bedürfnissen der Bevölkerung in der Fokusregion heraus entstehen, zu begleiten.
Mit der Abteilung RU7 des Landes NÖ und dem Verein Interkomm Waldviertel hat das land.mobil:LAB wichtige strategische Partner für Verwaltungsinnovation und der Transfer von Mobilitätslösungen zu relevanten Stakeholdern. Aktuell setzt das Land NÖ auf die flächendeckende Ausrollung von Bedarfsverkehr („Flex-ÖV“) in Abstimmung mit dem „klassischen“ Linienverkehr. Dieser Top-down-Ansatz der öffentlichen Hand wird durch die Prozesse des LAB mit dem starken Selbstorganisationspotenzial der ländlichen Bevölkerung verknüpft. Bottom-up-Ansätze (z.B. Mitfahrgelegenheiten) werden aufgegriffen (z.B. Ideenwettbewerbe), in neue Kontexte (z.B. Kulturevents) übertragen und evaluiert.
Die Forschungslandschaft zur ländlichen Mobilität bleibt deutlich hinter jener im urbanen Raum zurück. Das Ziel des land.mobil:LAB ist, die Lücke zwischen Forschung und Praxis zu schließen und als Instrument für forschungsgeleitete Mobilitätsinnovationen im ländlichen Raum zu fungieren. Die analytischen und planerischen Verfahren im LAB folgen einem Multi-Methoden-Ansatz: Ein Mobilitätspanel ermöglicht das Mobilitätsverhalten der Bewohner:innen zu erforschen. Anhand von Erreichbarkeitsanalysen können Schwerpunkträume mit hohen transformativen Wirkungspotenzialen im Mobilitätsbereich identifiziert und Anforderungen an Innovationsvorhaben definiert werden. land.mobil:LAB begleitet Innovationsvorhaben von der Projektgenese über die Implementierung bis hin zur Evaluierung. Die Vorhaben werden entlang dreier Innovationsperspektiven verortet, die mit Stakeholdern in der Sondierung entwickelt wurden: (a) Neue Mobilitätsmodi, (b) Dynamische Mobilitätszwecke und (c) Akteur:innen mit Innovationspotenzial.
Das land.mobil:LAB unterstützt einerseits die Umsetzung von ergänzenden Mobilitätsangeboten, die bereits getestet wurden und replizierbar sind, und beteiligt sich andererseits aktiv an der Weitergabe von Erkenntnissen aus eigenen Aktivitäten im Pilotraum Waldviertel in andere Regionen in Österreich. Das land.mobil:LAB versteht sich demnach (a) als Accelerator der Mobilitätswende im ländlichen Raum, (b) als Inkubator für innovative Mobilitätslösungen und (c) als Multiplikator der Ideen und Erkenntnisse.
Projektlaufzeit: 08/2024 bis 07/2029
Forschungsförderungsprojekt, gefördert durch die FFG, in Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und dem Verein Interkomm Waldviertel.
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© future.lab
Das Projekt landuni, 2022-2024 finanziell ermöglicht vom Land Niederösterreich und umgesetzt von der TU Wien, Fakultät Architektur und Raumplanung, ist bereits anerkannte Best Practice. Das Folgeprojekt *landuni 2.0*, auf drei Jahre angelegt, setzt sich zum Ziel, ländliche Räume in Österreich als Innovations- und Lebensraum zu stärken, indem Forschungslücken er- und geschlossen sowie praxisnahe Forschung und Lehre vor Ort umgesetzt werden. In Österreich leben etwa 56% der Bevölkerung in ländlichen Gebieten. Trotz ihrer Bedeutung für Bewohner:innen, Wirtschaft und Tourismus wird den ländlichen Räumen in der akademischen Forschung vergleichsweise weniger Beachtung geschenkt. Forschungs- und Planungsbudgets sind oft bescheiden und lokale Verwaltungen kämpfen mit einem Mangel an Fachwissen, besonders im Bereich Planung und Bauen. Die *landuni 2.0* setzt auf einen Perspektivenwechsel: Der ländliche Raum wird als Innovationsraum neu gedacht. Die Verbindung von Wissenschaft, Praxis und lokaler Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung schafft praxisnahe, skalierbare Fragestellungen und Lösungen. Der methodische Ansatz “Reallabor” und partizipative Methoden der Citizen Science ermöglichen es lokalen und regionalen Akteur:innen aktiv an der Beforschung und Gestaltung ihrer Region mitzuwirken.
Die *landuni 2.0* gliedert sich in vier Arbeitspakte: (1) Forschen im und mit dem ländlichen Raum , (2) Lehren und Lernen im Kontext ländlicher Räume, (3) landuni Netzwerk und Standortentwicklung sowie (4) Dissemination und Öffentlichkeitsarbeit. Eine besondere Chance bietet dabei die künftig noch stärkere Vernetzung mit nationalen und internationalen Forschungspartner:innen und die Einbeziehung weiterer relevanter Forschungsbereiche. Ankerpunkt der landuni ist die 2021 noch von Leerstand bedrohte Bildungsstätte Drosendorf und die Gemeinde Drosendorf-Zissersdorf. Diese regionale Verortung soll nun auch räumlich erweitert werden.
Projektlaufzeit: 1/2025 bis 12/2027
Forschungsförderungsprojekt, gefördert durch das Land Niederösterreich.
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Das STICS-Konsortium vereint 24 internationale Partner aus allen Schlüsselbranchen, die Innovationen fördern und vorantreiben. Das gemeinsame Ziel besteht darin, ein dynamisches Innovationsumfeld in der Slowakei zu schaffen, die Effizienz der Kommunen zu verbessern und Barrieren zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen und Perspektiven zu beseitigen. Dadurch entsteht Raum für neue und völlig originelle Lösungen.
Projektlaufzeit: 04/2025 - 09/2027
Funded by the EU NextGenerationEU through the Recovery and Resilience Plan for Slovakia under the project within the Smart Transformational and Innovation Consortium Slovakia (STICS) No. 09I02‑03‑V01‑00011.
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